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Das neue Bergisel Museum


Land: Österreich
Ort: Innsbruck
Baujahr: 2010
Architekt: stoll . wagner ztgmbh
Ausführende Firma: Raffl Stahlbau GmbH, Steinach a. Brenner
Statiker: ZSZ Ingenieure ZT GmbH, Innsbruck
Verwendete Produkte: 900m² Hoesch AdditivDecke®, 1,00mm
500m² Hoesch AdditivDecke®, 1,25mm
800m² Holorib, 1,25 mm
Gewähltes Beschichtungssystem: DU 9002/Schutzlack



Stoll.Wagner Architekten:
Additive Architektur für das Museum am Bergisel

In unmittelbarer Nachbarschaft zur international hochgelobten Sprungschanze von Stararchitektin Zaha Hadid, entsteht mit dem Bau des Museums am Bergisel von Stoll . Wagner ein weiteres Wahrzeichen des modernen Tirols.
Das neue Museum verbindet das Riesenrundgemälde, das Tiroler Kaiserjägermuseum und eine Dauerausstellung zur Kulturgeschichte Tirols zu einer plausiblen Einheit.
Die statische Komplexheit des imposanten Solitär-Bauwerks wurde hier durch den Einsatz der Hoesch AdditivDecke ebenso elegant aufgelöst.

Der Entwurf des Innsbrucker Büros Stoll . Wagner ging aus insgesamt achtzig eingereichten Arbeiten als Wettbewerbssieger hervor.  Das Projekt stellte die Planer vor komplexe Aufgaben: Unter den besonderen landschaftlichen, topographischen und städtebaulichen Vorgaben sollte ein Neubau errichtet und an das denkmalgeschützte Kaiserjägermuseum angebunden werden.
Vom Bergisel aus gesehen, belegt ein klarer und zurückhaltender Baukörper als ein flacher Solitär die östliche Hangkante. Aus der Sicht der Hauptverkehrsrouten der Inntal- und Brennerachse zeigt der Bau hingegen starke skulpturale Präsenz. Der Hüllkörper für das Riesenrundgemälde ist in eine Geländemulde zur Sillschlucht abgesenkt.
Mit dem historischen Bestand steht der Neubau in respektvollem Dialog. Gleichzeitig entsteht ein großzügiger Vorplatz zwischen Alt- und Neubau mit freier Sicht über das Inntal. Das Urichhaus, der Neubau und das Kaiserjägermuseum bilden mit dem in der Mitte liegenden Andreas-Hofer-Denkmal ein klar abgeschlossenes Gesamtensemble. Der Altbau des Kaiserjägermuseums wird dabei in seiner typischen Erscheinung belassen.

Form follows function:
Die Innere Gestaltung des Neubaues ist bestimmt von der vertikal organisierten Erschließungszone zwischen Rundgemälde und den ebenfalls versenkt angeordneten Ausstellungsräumen. In selbst-verständlicher Weise wird der vertikale Raumfluss in die unterirdische Verbindung zwischen Neu- und Altbau weitergeführt. Entlang dieser mit Rolltreppen erlebnisreich gestalteten Kernzone des Museumsbaues ergeben sich vielfältige Sichtbezüge innerhalb des Gebäudes, sowie nach außen in den umgebenden Landschaftsraum.

Funktionell schließt an das weit ausladende Vordach der Gastronomiebereich mit dem Restaurant für 150 Besucher an. Von der Eingangszone mit anliegender Verwaltungseinheit führt die zentrale Erschließungshalle nach unten. Im ersten Untergeschoß sind die Ausstellungsräume mit unterirdischer Anbindung an den Altbau angeordnet. Das Rundgemälde wird, bedingt durch die Dimensionen des Bildwerkes, vom zweiten Untergeschoss aus erschlossen. Durch die Ausnutzung der steilen Hanglage sind alle Erschließungsbereiche mit Tageslichtanbindung gestaltet. Die versenkt angeordneten Ausstellungsbereiche sind gemäß den technischen Anforderungen als "white boxes" mit Kunstlicht ausgeleuchtet.

Der Bestandsbau des historistischen Kaiserjägermuseums wird über das adaptierte bestehende Untergeschoß an den Neubau unterirdisch angebunden und von diesem aus erschlossen. Es ist vorgesehen, den Altbau in seiner typischen Erscheinung zu belassen.
(Textquellen: Land Tirol, Stoll Wagner, Ruemmele)


Aktuelle informationen zum Baufortschritt,
zum Rundgemälde und zur Museumseinrichtung:
http://www.bergiselmuseum.at/

Ausführung:
Raffl Stahlbau GmbH
Wolf 40
6150 Steinach am Brenner

Architektur:
stoll . wagner  ztgmbh
bachlechnerstraße       23
6020 innsbruck   -  austria
www.stoll-wagner.at

Projektteam:
DI Rupert Gimpl
DI Cornelia Groder
DI Anna Maria Rümmele
DI Bruno Staggl
Arch. DI Philipp Stoll
Arch. DI Reinhard Wagner
Christian Weiss

Alle Fotos:
Arch. DI Anna Maria Rümmele (Stoll.Wagner),
Bmstr. Ing. Simon Rümmele (Hoesch Bausysteme),
hg merz stuttgart (Ausstellungskonzeption www.hgmerz.com)